Entdeckung der Langsamkeit - die Mariazellerbahn

TV-Doku

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TV-Schmalspur Railmovie – 2009

Die Mariazellerbahn ist in den vergangenen 100 Jahren nicht langsamer geworden, sondern die Zeit schneller und die Konkurrenz größer. Mit dem Auto von St. Pölten nach Mariazell geht es heute doppelt so schnell. Auf der Schmalspur sind also jene Menschen unterwegs, die noch Zeit haben und sich diese auch bewusst nehmen. Die Mariazellerbahn als Antithese zur Schnelllebigkeit unserer Zeit. "Vielleicht kommt sie wieder zurück, die langsame Zeit“, hofft der Bahnhofsvorsteher von Mariazell, während er die Blumen gießt. Und wer weiß, vielleicht kann sein Bahnhof auch heuer wieder den regionalen Blumenschmuckwettbewerb für sich entscheiden.

Es gibt viel Schönes auf der mit 80 Kilometern längsten Schmalspurstrecke Österreichs, wie den mächtigen Ötscher und seinen tiefen Graben, aber auch viel Unerwartetes. Der Bahn entlang weiden nicht nur Schafe, Kühe oder Pferde. Immer wieder berichten Fahrgäste, dass sie auch einen Gorilla gesehen haben wollen. Andere wiederum erzählen von einer "lebendigen“ Bahnschranke. Tatsache ist: Die Mariazellerbahn ist anders - und wird es auch bleiben.

Ein Schmalspur-Railmovie von Helmut Manninger, das so langsam daherkommt wie die Mariazellerbahn selbst.